Belsdorf

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Belsdorf wurde 1950 eingemeindet und liegt etwa einen Kilometer nördlich von Wefensleben im Tal zwischen dem westlich gelegenen Höhenzug Lappwald und dem nördlich befindlichen Steinberg. Östlich des Dorfes fließt die Aller entlang. Der Ort ist in einem Tal zwischen dem Lappwald-Höhenzug im Westen und dem Steinberg (154 m) im Norden eingebettet.

 

Der Ortsteil Belsdorf hat 312 Einwohner (Stand: 11/2006).

 

Belsdorf wird erstmals am 05. Februar 1274 erwähnt: Hildebrand von Bartensleben schenkt dem Kloster Marienborn eine Wiese bei „Beelistorp". In Nachfolge mittelalterlicher Beziehungen zum Kloster Marienborn entstand 1327 der Klosterhof. Spätere Besitzer waren Wilhelm von Posewitz, Pachtinhaber der Komturei Süpplingenburg, und die Familie Tangermann.

 

Die Geschichte von Belsdorf ist eng mit der Geschichte von Wefensleben verbunden. 1916 erfolgte die Inbetriebnahme eines Salzschachtes. Mittels einer Drahtzeilbahn wurde das Salz nach Wefensleben befördert und dort verarbeitet. 1930 wurden alle Anlagen in Auswirkung der Weltwirtschaftskrise stillgelegt. An der Sommerschenburger Straße sind noch Schachtgebäude und Halden des Kalibergbaus bei Belsdorf erhalten. In der Gemarkung liegt das wüste Dorf Allendorf. Die Lage der Dorfstelle südlich von Belsdorf ist bekannt und durch einen Gedenkstein gekennzeichnet.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

 

Klosterhof und Taubenturm

Auf dem Klosterhof steht ein barocker, achteckiger Taubenturm mit einer Schrifttafel: Schäbelt und mehret Euch ungestört Hier, girrende Täubchen, Diesen Tempel der Liebe baute Tangermann Euch Anno 1789

Das Dach dieses Taubenhauses ist ein geschweifte Haube in Schieferdeckung. Auf dem Klosterhof stehen außerdem ein Fachwerkbau mit vorgekragtem Dach und das klassizistische Gutshaus mit Plastiken menschlicher Figuren und Tierköpfen, mit einem wildbewegten Jagdfries.

 

Dorfkirche Belsdorf

Die existierende Kirche ist ein romanisierender Neubau von 1867 mit schlichter Innenausstattung, an der 1887 ein Turm angefügt wurde. Sie steht auf dem früheren Friedhof. An der Apsis ist ein Grabstein (griechisches Kreuz auf einem Halbkreis, 11.-12 Jh.) eingemauert, der vermutlich von einer mittelalterlichen Kirche stammt, die an gleicher Stelle stand.

 

Durch eine intensive Bebauung mit Eigenheimen wächst Belsdorf immer mehr mit Wefensleben zusammen.

  

Hier finden Sie die [Kirchengemeinde Belsdorf im Spiegel der Geschichte].