Abriss beginnt nächste Woche

Wefensleben, den 28.10.2016
Die Entkernung der im Abriss befindlichen Wefensleber Schule ist weitgehend abgeschlossen. Nächste Woche beginnt der Abbruch.

 

Genau genommen ist das Haus vom DDR-Schulgebäudetyp „Erfurt“ sogar ein Fünfgeschosser, da es unterkellert ist. Die Abbrucharbeiten umfassen auch das Kellergeschoss sowie die Fundamente, wie Architektin Dagmar Becker vom zuständigen Planungsbüro aus Halberstadt am Mittwoch nochmals betonte. Die Kellerberäumung war es auch, die den Fortschritt der Abrissvorbereitungen in den vergangenen sieben Wochen etwas gebremst hat. Uwe Sandmann, Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens aus Gera, dazu: „Da unten war doch mehr zu entkernen als zunächst geplant, aber wir sind im Soll“.

Seine Angestellten haben sich mittlerweile nach oben gearbeitet, auf allen vier oberirdischen Ebenen knarrt und klopft es, sind Stemmeisen und Brechstange im Einsatz. Das Hauptaugenmerk liegt jetzt auf den Fenstern. „Die kommen im Rahmen der Entkernungsarbeiten alle raus“, so Dagmar Becker. Und da bei diesem Gebäudetyp an Fenstern mitnichten gespart wurde, gilt es im nun letzten Schritt der Entkernung, mehr als 400 verglaste Holzrahmen aus dem Kitt zu hebeln. Vorsicht ist dabei geboten, weil die meisten Fensterscheiben längst schon als Ziel steinwurfwütiger Vandalen herhalten mussten und nur noch aus scharfen Kanten und spitzen Zacken bestehen.

 

Fläche wird später begrünt

Nächste Woche rückt das eigentliche Abrisskommando an. „Ich denke, spätestens ab Mittwoch kommen die Großgeräte zum Einsatz“, ließ Uwe Sandmann während der Bauberatung mit dem Planungsbüro, mit Roswitha Bätge vom Bauamt Obere Aller und mit Bürgermeisterin Ulla Krolop wissen. Ende der Woche sollten dann die ersten Löcher in der Fassade klaffen. „Wobei das Ganze natürlich unter dem Aspekt der Sicherheit strukturiert und stückweise angegangen wird“, betont Sandmann. So werde die 1970 gebaute und ein Jahr später eröffnete Schule, mit dem Dach beginnend, von oben herab und geschossweise zerstückelt. Die Abrissfirma rechnet mit zirka zehn Tonnen Schutt.

Besprochen wurde am Mittwoch auch, inwieweit die das Gebäude umgebenden Pflastersteine und Gehwegplatten hin zur Seitenstraße am Haupteingang und zum Schulhof ausgehoben werden sollen. Letztlich werden die knapp 4700 Quadratmeter Baugrundfläche eingeebnet und begrünt.

 

Foto: Bauberatung zwischen Planungsbüro, Abrissfirma sowie Vertretern der Gemeinde und der Verwaltung am Mittwoch vor Ort: An dieser Stelle verlaufen zur Turnhalle nebenan wichtige Rohre, die beim Komplettabriss nicht beschädigt werden dürfen.

 

Text und Foto: Ronny Schoof - Volksstimme

 

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